BeobachtungsgeräteDie Augen des von Natur aus tagaktiven Menschen sind optimal an das Sehen in heller Umgebung
angepaßt.
So kann unsere - im Vergleich zu unseren nachtaktiven Mitbewohnern wie beispielsweise
den Eulen - winzige Pupille mit maximal 7mm Öffnung durch die Iris noch viel weiter verengt werden,
damit nicht zuviel Licht in das Auge gelangt. Diese "Konstruktion" führt also am hellen Tage zu
einer optimalen Sehschärfe, zeigt aber in dunkler Nacht am gestirnten Himmel deutliche Schwächen,
denn ein nur maximal 7mm großer "Lichteinlaß" ist für das Beobachten schwacher Sterne und Nebel
einfach viel zu wenig. Übrig bleiben Mond, 5 helle Planeten, etwa 6.000 helle Sterne und - freilich
nur außerhalb großer Städte - das schwach leuchtende Band der Milchstraße, was ja immerhin schon
ganz schön beeindruckend ist. Aber unser Himmel hat noch weit mehr zu bieten, und hier kommen
diverse Beobachtungsgeräte ins Spiel.
| Ferngläser |
Um an die meist noch viel interessanteren Gestirne "heranzukommen", muß man dem Auge ein wenig
behilflich sein. Bereits ein 10x50 - Fernglas (10-fache Vergrößerung und 50mm Öffnung) hat
gegenüber unserem Auge eine rund 51-mal größere Lichtsammelfläche, was bedeutet, daß alle Sterne
auch 51-mal heller erscheinen. Plötzlich sieht man auch nicht nur sehr viel schwächere Sterne,
sondern schon eine beachtliche Anzahl an so interessanten Gebilden wie Gasnebel, Kugelsternhaufen
und einige Galaxien. |
| Spektive |
Mit 10-facher Vergrößerung kommt man meist noch ganz gut klar, wenn man eine ruhige Hand hat.
Doch diese Vergrößerung reicht nicht ganz aus, wenn die hellen Planeten beobachtet werden sollen.
Hier bilden die "Spektive" so ein "Mittelding" zwischen Fernglas und Teleskop. Sie sind einerseits
noch relativ klein, leicht und handlich, können aber andererseits mit Vergrößerungen von bis zu
80-fach Venus, Mars, Jupiter und Saturn schon recht ordentlich abbilden. Und ganz besonders auch
die zahlreichen Mondkrater. Da man bei solchen Vergrößerungen nicht mehr "aus der Hand" beobachten
kann, ist ein stabiles Stativ unbedingt erforderlich. |
| Teleskope |
Wenn schon so ein "normales" Fernglas den Blick ins Universum schon beachtlich erweitert, dann
kann man sich leicht vorstellen, was einen beim Blick durch ein "echtes" Teleskop erwartet.
Ein kleines Einsteigergerät mit 70mm Objektivdurchmesser (Öffnung) sammelt bereits die
100-fache Lichtmenge, während es ein Spiegelteleskop mit 35 cm Spielgeldurchmesser bereits auf
die 2.586-fache Lichtsammelleistung gegenüber dem freien Auge bringt. |
Verbesserungen:
Für bestimmte Beobachtungen lassen sich
Beobachtungsgeräte durch einfache Lösungen, die es aber nicht "von der Stange" gibt,
optimieren. Das hier gezeigte Gegengewicht z.B. steigert den Beobachtungskomfort beträchtlich.
Fragen Sie mich, wenn Sie nach der einen oder anderen Verbesserungsmöglichkeit an Ihrem
Beobachtungsinstrument suchen. Gerne bin ich Ihnen dabei behilflich.
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